U18-Kommunalwahl - Ergebnisse
Die Jugend im Landkreis Eichstätt hat gewählt – 98 Prozent Wahlbeteiligung bei der U18-Wahl
Landkreis Eichstätt – Junge Menschen im Landkreis Eichstätt haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie politisch mitgestalten wollen: Im Rahmen der bayernweiten U18-Wahl anlässlich der Kommunalwahl am 8. März beteiligten sich 793 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren. Mit einer Wahlbeteiligung von rund 98 Prozent setzt der Landkreis ein starkes Zeichen für gelebte Demokratie und politisches Engagement junger Menschen.
Die U18-Wahl fand bayernweit vom 19. Januar bis 27. Februar statt. Auch im Landkreis Eichstätt nutzten zahlreiche Jugendliche die Gelegenheit, ihre politische Meinung zu äußern und sich mit kommunalpolitischen Themen auseinanderzusetzen.
Beteiligt waren folgende Gemeinden:
Kipfenberg (Gemeinderatswahl)

Eichstätt (Stadtratswahl) – mit Wahllokalen in der Grundschule St. Walburg, der Grundschule am Graben, der Mittelschule Schottenau, der Berufsschule Eichstätt (DKBS-Klassen) sowie der Schule an der Altmühl

Großmehring (Gemeinderatswahl)
Schernfeld (Gemeinderatswahl)

Stammham (Gemeinderatswahl) – mit Wahllokalen im Jugendtreff und in der Grundschule Stammham
Gaimersheim (Bürgermeister*innenwahl im Jugendtreff)
Gaimersheim (Landratswahl)
Der Wahl ging in allen teilnehmenden Klassen eine mindestens 1,5-stündige, altersgerechte Einführung voraus. Themenschwerpunkte waren Demokratie, Beteiligungsprozesse, Entscheidungsfindung, kommunale Aufgaben, Kommunalwahlen und Parteien. Ziel war es, den jungen Menschen ein grundlegendes Verständnis politischer Abläufe zu vermitteln und sie zu einer reflektierten Meinungsbildung zu befähigen.
Zusätzlich wurden die Parteien und Wählergruppen in den beteiligten Gemeinden angeschrieben und gebeten, jeweils zwei Schwerpunkte zu benennen, die für Kinder und Jugendliche vor Ort besonders relevant sind. Die Rückmeldungen wurden in Form eines „Wahl-O-Maten“ aufbereitet und den Schülerinnen und Schülern präsentiert. Die Resonanz der Parteien und Wählergruppen fiel überwiegend positiv aus. Aus den Antworten wurde deutlich, dass die Belange junger Menschen in der Kommunalpolitik einen hohen Stellenwert einnehmen – auch wenn die Umsetzung geplanter Projekte oftmals von finanziellen Rahmenbedingungen abhängig ist.
Andrea Bittlmayer betonte in diesem Zusammenhang, dass die U18-Wahl keineswegs als „Testwahl“ verstanden werden dürfe. Zwar sei es wichtig, dass junge Menschen frühzeitig Wahlprinzipien kennenlernen und demokratische Prozesse einüben. Entscheidend sei jedoch vor allem, welche Ziele sie als Bürgerinnen und Bürger verfolgen und für welche Anliegen und Bedürfnisse sie sich einsetzen möchten.
Bayernweit wurde in rund 350 analogen Wahllokalen der Jugendarbeit, an Schulen und in Rathäusern abgestimmt. Über 30.000 junge Menschen nahmen an der U18-Wahl teil. Erstmals war in neun ausgewählten Kommunen sowie einem Landkreis auch eine digitale Stimmabgabe möglich.
Die hohe Beteiligung im Landkreis Eichstätt unterstreicht: Junge Menschen wollen Verantwortung übernehmen, ihre Stimme einbringen und die Zukunft ihrer Gemeinden aktiv mitgestalten.
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